Drohnen am Himmel über uns!
So lautet der neuste Hit. Laut schlägt er ein, schlägt zu, schlägt zurück, schwallt. Und löst hyperintensives Geschrei aus. Wie die Funk-Band, Funkenschlägerbande. Oder wie das musikalische Gezucke heißt, das - dem Drohnenzustand ähnlich - auch hyperintensives Geschrei auslöst. Überhaupt ist das Hyperintensive angesagt - nein, nicht angesagt, angebrüllt ist es. Fakt ist (und nicht Fake): Drohnen am Himmel über uns sind das Gezucke der Stunde.
Früher klang dem willigen Zuhörer eine Melodie: Und der Himmel hängt voller Geigen. Irgendein Willi Schneider oder Peter Alexander hat das Lied gesungen. Jetzo hängt der Himmel voller Drohnen. Drohnen sind jetzt dort, wo eben noch Drogen waren: in aller Willigen Munde. Schnulzen, Bonmots, Koks, politische und religiöse Heilslehren, Staatsräsonnements, Wehrkraft und Muckibuden. Allerlei Haschmichpfeifen versprechen: "Haschmich, ich bin die bessere Welt!"
Präsidenten, Minister, Staatsleute - alle Ministranten der himmlischen Hackordnung propagieren jetzt den gesteigerten Drohnenkonsum. Der kleine Mann (der so genannte) und sein weibliches Pendant, die kleine Frau (die nicht so genannte), üben sich freiwilligst in Begeisterung. Das Heilige Kanonenrohr dröhnt über allen Köpfen.
Die Drohne ist das neue Herrgottsakramentnochmal. Das allgegenwärtige Donnerwetter am durchgeknallten Medien-Himmel. Der letzte Schrei. Der grassierende Menschenwahnsinn.
Seine Sprache dröhnt dich zu.
Und mich dazu.
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