11. September 2001 - Die Fassungslosigkeit
Am 11. September 2001, um kurz nach 16 Uhr MEZ, habe ich etwas gesehen, das ich noch nie zuvor gesehen hatte: Der Sprecher der Tagesschau war sprachlos. Mehr noch - er war fassungslos. (Dabei war es doch ein Wickert, Ulrich!) Es war ein so außergewöhnlicher, ein so kostbarer weil einzig-artiger Moment, daß ich ihn hier festhalten und mitteilen muss Der Moment einer authentischen Kommunikation im Fernsehen. Und ich gesteh's besser gleich: Ich habe es genossen. Ja, genossen die Fassungslosigkeit. Ich weiß nicht, wem ich dafür dankbar sein soll, ich schiebe es mal Gott in die Schuhe und sage: Gott sei Dank, daß es so etwas noch gibt, so etwas wie authentische echte unverfälschte ungestellte ungeschminkte Kommunikation. Im Fernsehen. Nach einer Erschütterung eine erschütterte Nachrichtensendung zu erleben. Die sonst alles Weltgeschehen, Bilder Blitz Krieg Katastrophe Massaker und Kantersieg, Intrigen am Hofe mit derselben unerschütterlichen Ruhe und derselben ruhig artikulierten S...